15. Stoppelmarkt mit großer Besucherresonanz:
„Hochbetrieb“ in der Innenstadt
Bürgermeister-Stellvertreter Gerhard Brunner und Ulrick Jäck vom Wirtschaftsbund eröffneten den Markt / Umfangreiches Angebot fand bei den Besuchern Gefallen / Kurzes Erinnern an die Wiedervereinigung vor 25 Jahren

In Neuenbürgs Straßen herrschte am Samstag, dem 3. Oktober 2015, sprichwörtlich Hochbetrieb: Der 15. Stoppelmarkt lockte bei herrlichem Spätsommerwetter von Anbeginn an viele Besucher aus nah und fern in die Innenstadt. Man konnte wahrlich den Eindruck gewinnen, dass die Besuchermassen von Jahr zu Jahr zunehmen. Dies betonte auch der stellvertretende Bürgermeister Gerhard Brunner, der diesmal den Stoppelmarkt offiziell eröffnete. Es zeige sich, so Gerhard Brunner, dass dieser herbstlich-bäuerliche, kunsthandwerkliche Markt wie „anno dazumal“ weit über Neuenbürg und die Region hinaus viel Zuspruch findet. Denn der „Stoppelmarkt“ habe eine attraktive Vielseitigkeit, wie sie ansonsten weithin nur selten anzutreffen sei. Wörtlch: „Es sind die vielfältigen und lukrativen Produkte der rund 60 Anbieter, die bei den Besuchern aus nah und fern sehr geschätzt sind“. Er sagte allen Händlern und Anbietern Dank für ihre Teilnahme; ebenso auch den heimischen Vereinen und sonstigen Gruppen und Einrichtungen, die sich ebenfalls engagierten und für das „leibliche Wohl“ sorgten. Ebenso galt sein Dank den städtischen Bediensteten, den Bauhof eingeschlossen, welche diesen Markt organisiert und vorbereitet haben. Eine Bitte fügte Stadtrat Brunner an: „Besuchen Sie auch die Geschäfte hier in der Innenstadt, die mit attraktiven Angeboten aufwarten, denn Sie unterstützen damit den Einzelhandel und das Bemühen, Neuenbürgs Kernbereich zu stärken und wieder attraktiver zu machen“.
Auch Ulrich Jäck, der den Wirtschaftsbund repräsentierte, sprach über das – wie er es ausdrückte – Spannungsfeld Stadtkern und Wilhelmshöhe. Die Wilhelmshöhe werde oft als Konkurrenz angesehen, obwohl im Tal trotz weniger Einzelhandel bedeutende expandierende Unternehmen angesiedelt seien. Zwei Bäcker versorgen in der Innenstadt mit ihrer Handwerkskunst die Neuenbürger und dazu sei der Wochenmarkt von zwei Metzgern und zwei Obst- und Gemüsehändlern sowie einem Käseanbieter vertreten. „Bio- oder konventionelle Produkte? Auf jeden Fall frischer als in jedem Supermarkt“ meinte Ulrich Jäck. Deshalb freue es ihn immer wieder, dass er beim samstäglichen Wochenmarkt viele Bekannte von der Höhenlage auf dem Marktplatz treffe. Ein an der Mühlstraße neu eröffneter Geschenkartikel- und Buchladen mit Namen „kreuzundquer“ belebe nun ebenso wie das im Sommer ebenfalls neu eröffnete, gemütliche Café „Little Italy“ direkt am Marktplatz die Innenstadt.

Apell: Den Treffmarkt erhalten
Ulrich Jäck erinnerte zudem an die Unterschriftenaktion gegen die Treff-Schließung. Ein Verantwortlicher von EDEKA habe ihm gesagt: „Wenn jeder, der unterschrieben hat, regelmäßig im Treff einkauft, braucht man sich über eine Schließung keine Gedanken machen“ (so das Zitat). Deswegen sei es sein persönlicher Appell an die mobilen Tal-Bewohner: „Nutzen Sie neben der Vielfalt auf dem Berg auch die wichtige Treff-Einkaufsmöglichkeit der nicht ganz so mobilen Nachbarn; ich würde dies als nachbarschaftliches Engagement bezeichnen“. Jedenfalls freue er sich jedes Jahr, den erfolgreichen Stoppelmarkt am „Tag der Deutschen Einheit“ erleben und genießen zu können. Obwohl in der gesamten Umgebung von Neuenbürg und besonders im nahen Pforzheim ebenfalls verlockende, große Veranstaltungen waren, kamen wieder Tausende Besucher ins „Städtle“, um – von der offiziellen Eröffnung an – das Marktgeschehen mitzuerleben. Der Besucheransturm riss bis in den späteren Nachmittag nicht ab. Dies ist ein Beweis dafür, dass dieser bunte herbstlich-bäuerliche, handwerkliche und kunsthandwerkliche Markt in der historischen Innenstadt von Neuenbürg zur Erntezeit in besonderer Weise die Leute anzieht und fasziniert. Damit ist dieser Jahr für Jahr jam 3. Oktober stattfindende Stoppelmarkt – und daran besteht kein Zweifel – seinem hohem Anspruch längst gerecht geworden. Es war auch diesmal ein besonderer Markt mit einer Vielzahl von Waren, die im Alltag gebraucht werden, zudem mit einer breiten Palette von Produkten, die den Alltag verschönen. Sehr erfreulich war, dass auch diesmal wieder an die Kinder gedacht wurde, denn Spielzeug im Angebot gehörte ebenso mit dazu wie das Karussell. Es gibt – das darf ohne Übertreibung festgehalten werden – in dieser Größe im gesamten Umland keinen vergleichbaren Markt. Die mehr als 60 Anbieter, darunter ein enormer Teil Privatanbieter, sowie die beteiligten Vereine, gaben sich auch heuer wieder große Mühe, um Attraktives und Lukratives anzubieten in großer Vielfältigkeit zu günstigen Preisen anzubieten. Und dies wurde von vielen Besuchern ausdrücklich so gelobt. Genau das sei es, was diesen Markt so anziehend mache, bemerkten viele Besucher zufriedenstellend. Tradition der Märkte Bekanntlich stehen alle Märkte, die in heutiger Zeit in Neuenbürg stattfinden, in der großen, Jahrhunderte währenden Tradition des Marktwesens dieser Stadt, die ja bereits im Jahre 1431 auf Begehren des württembergischen Grafen Ludwig von Kaiser Sigismund das offizielle Marktrecht verliehen bekam. Daher ist es der allgemeine Wunsch so vieler Bürgerinnen und Bürger sowie auswärtiger Besucher, dass diese Märkte auch in Zukunft Bestand und weiterhin ihren Erfolg haben können. Übrigens: Schon zum wiederholten Mal sorgten Schülerinnen und Schüler der Schlossbergschule zum Auftakt des Stoppelmarktes für Jubel. Als „Hip Hop Haie“ und „Tanzmäuse“ erhielten sie großen Applaus, weil sie überaus talentiert tanzend mit Popmusik von Michael Jackson bis hin zu Cyndie Lauper aufwarteten und dann auch noch mit ihrer Lehrerin und Leiterin, Stadträtin Kerstin Bohn – musikalisch von der Stadtkapelle begleitet –flotten „Salsa“ tanzten und damit Gefallen fanden. Auch das von Stadträtin Ulla Ohaus initiierte „Gemeinderats-Café“ –in Kooperation mit „WiN-I“ im ehemaligen Eisen-Haag-Gebäude – veranstaltet, wurde von vielen gesprächsbedürftigen Einwohnern in Anspruch genommen. ___________________________________________________________________

25 Jahre Deutsche Einheit – Ein kurzes Innehalten

Die Stadtkapelle Neuenbürg, die unter der Leitung ihres engagierten Dirigenten Michael Pietsch mit dem sog. Steigermarsch und dem Bergmannslied“ Glückauf, Glückauf, der Steiger kommt…“ schon die musikalische Einstimmung übernommen hatte bot eine besondere musikalische Überraschung: Anlässlich des „Tags der Deutschen Einheit“ und der vor 25Jahren vollzogenen Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten spielten die Musikantinnen und Musikanten zunächst die Nationalhymne der ehemaligen DDR („Auferstanden aus Ruinen…“) und danach die offizielle Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland, „Einigkeit und Recht und Freiheit…“, die von vielen Marktbesuchern gerne mitgesungen wurde.

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Rückblick: Stoppelmarkt 2015
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